Gemeinde Engelskirchen

Engelskirchen - Logo, Suche und Topnavigation

 

Ratsinformationssystem

ALLRIS net

Reduzieren

Beschlussvorschlag:

 

 

Reduzieren

Sachverhalt:

 

Das Ausschussmitglied Claus Wittke hat am 23.08.2021 die folgende Anfrage gestellt:

"Welche konkreten Konsequenzen zieht die Verwaltung, für Engelskirchen aus dem Starkregen- und daraus resultierenden Hochwasserereignis in Eifel, Hochsauerland-Kreis und Oberbergischen Kreis? "

Die Anfrage des Herrn Wittke ist als Anlage beigefügt.

 

Beantwortung der Anfrage durch die Verwaltung

Für die Verwaltung ist das Thema der immer häufiger auftretenden Starkregenereignisse und Hochwasserabflüsse sehr bedeutsam und nimmt daher einen hohen Stellenwert bei Planungen und Maßnahmen ein.

 

Wie in der 2. Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am 02.03.2021 berichtet,  wird im Rahmen einer Verwaltungsvereinbarung mit dem Oberbergischen Kreis derzeit das Starkregenrisikomanagement erarbeitet. Mit den dort erarbeiteten Gefahrenkarten und Analysen können die Bürger gezielt auf etwaige Gefahren aus Starkregen hingewiesen und Maßnahmen zum Schutz von öffentlicher Infrastruktur und privaten Gebäuden entwickelt werden.

 

Aufgrund des Hochwasserereignisses wird in Kürze (30.08.2021) eine Abstimmung zwischen dem Aggerverband sowie den Landräten und Bürgermeistern stattfinden, in dem die Auswirkungen des Ereignisses vom 14./15.07.2021 erörtert werden.

 

Ungeachtet der überörtlichen Diskussion arbeitet die Verwaltung bereits an konkreten Projekten. So wird gemeinsam mit dem Landesbetrieb eine Entwässerungsanlage an der Oberdorffstraße geplant und umgesetzt, die betroffene Anlieger vor Schäden aus Starkregenereignissen schützen wird.

 

Gemeinsam mit dem Aggerverband wird im Einzugsgebiet der Leppe eine Retentionsfläche entstehen, die den Hochwasserabfluss des Leppe- und Gelpetals reduzieren soll.

 

Des Weiteren plant die Verwaltung die Erneuerung der Dörrenberger Brücke, welche nicht hochwasserfrei ist und ein Abflusshindernis darstellt. Alleine diese Maßnahme kostet die Gemeinde ca. 2. Mio.

 

Bereits in der Vergangenheit wurden viele Maßnahmen umgesetzt, die sich nicht im Bewusstsein der Öffentlichkeit befinden.  So gibt es mobile Hochwasserschutzvorrichtungen im Bereich Wiehlmünden. Seitens des TeBEL werden dauerhaft Abschläge in Waldwirtschaftswegen erstellt, erneuert und ausgebessert, damit Niederschlagswasser von forst- und landwirtschaftlichen Flächen nicht in die Siedlungsgebiete fließt. Dies ist eine immerwährende Unterhaltungsaufgabe.

 

Die zu erwartenden Hochwasserereignisse werden auch Konsequenzen bei baurechtlichen Bewertungen haben. Hochwassergefährdete Bereiche werden auch bei Baulücken weniger Nutzungsmöglichkeiten besitzen. Dagegen rücken hochwassersichere Bereiche in den Vordergrund. Bei konkreten Bauvorhaben wird die ortsnahe Versickerung von Niederschlagswasser in den Vordergrund treten.

 

Nicht zuletzt ist eine naturnahe Waldentwicklung in der „Waldgemeinde“ Engelskirchen, aber selbstverständlich auch im ganzen Oberbergischen bedeutsam. Hierzu wird die Verwaltung in Kürze ein wegweisendes Konzept vorstellen.

 

Reduzieren

Anlagen:

1
(wie Dokument)
672,5 kB
Loading...