Sehenswürdigkeiten

LVR-Industriemuseum

ErmenundengelsBei ERMEN & ENGELS dem Strom auf der Spur

Erst Fabrik, dann Museum: das ist das Merkmal des LVR-Industriemuseums mit seinen Standorten in Oberhausen, Ratingen, Solingen, Bergisch Gladbach, Euskirchen - und natürlich Engelskirchen.

Hier bietet die im Jahr 1979 stillgelegte Baumwollspinnerei Ermen & Engels Raum für die Dauerausstellung "unter Spannung - dem Strom auf der Spur".

Die Maschinen der ehemaligen Wollspinnerei Gast sind ins Museums eingezogen und stellen eine wichtige Ergänzung der Ausstellung in Sachen elektrischer Spinnerei dar.

Das Alte Baumwolllager auf dem ehemaligen Fabrikgelände lädt zu Sonderausstellungen und anderen kulturellen Veranstaltungen ein.

Im historischen Oelchenshammer in der Nähe von Engelskirchen kann die Verbindung von Wasserkraft und Schmiedehandwerk hautnah erlebt werden.


Die Fabrik

Ein Mann und seine Fabrik dominierten im 19. Jahrhundert das Leben und Arbeiten im oberbergischen Engelskirchen: Friedrich Engels senior (1796 - 1860), Vater des berühmten Sozialistenführers Friedrich Engels, war Gründer der größten Baumwollspinerei der Region und brachte neben seiner religiösen Weltanschauung vor allem neue Technologien ins Aggertal.

Nachdem Anfang der 1980er Jahre die gut erhaltene Fabrikanlage unter Denkmalschutz gestellt und umgenutzt werden konnte, ist heute an diesem historisch bedeutsamen Ort ein modernes Museum angesiedelt: der Landschaftsverband Rheinland hat hier einen Standort des Rheinischen Industriemuseums eingerichtet.

Welche Visionen den reichen Kaufmann Engels umtrieben, als er hier seine Fabrik gründete, welche Standortvorteile die Region bot und wie 150 Jahre später die Baumwollindustrie im Bergischen Land ihren Niedergang erlebte, auch das wird in einer spannenden Inszennierung erzählt.

Neben herausragender Exponaten (z.B. dem ältesten erhaltenen Generator der Region) zieht eine Vielzahl moderner musealer Mittel den Besucher in ihren Bann: Guckkästen befriedigen seine Neugier, Tastvitrinen und eine "Atmosphährenkugel" sprechen in besonderer Weise die Sinne an, Computeranimationen ermöglichen vertiefende Einblicke.


Dauerausstellung "Unter Spannung"

Die Dauerausstellung unter Spannung beleuchtet Anfang und Ende der beinahe 150jährigen Geschichte der Baumwollspinnerei Ermen & Engels. Dreh- und Angelpunkt aber ist die weitestgehend erhaltene Kraftzentrale der Fabrik mit zwei Wasserturbinen, Generatoren, Regleranlagen und der großen Schalttafel. Diese Zentrale fungiert zu Beginn unseres Jahrhunderts auch als Elektrizitätswerk des Ortes Engelskirchen.

Von ihr ausgehend widmet sich die Ausstellung der regionalen Geschichte der Elektrizität. Im sogenannten Lichtraum lässt sich die erste öffentliche Anwendung des elektrischen Stroms nachleben. Wie die Elektrizität seit Anfang des 20. Jahrhunderts die Arbeit in der Fabrik, im Büro und im Haushalt verändert hat, zeigen mehrere Ausstellungseinheiten. Die sogenannte "Stromverbrauchswand" veranschaulicht den Wandel der Energiequellen und den rasenden Anstieg des Stromverbrauchs in der Nachkriegszeit.

Engels-Platz

Engels-platzEin Industrieareal mit Charme

Im Zentrum von Engelskirchen gelegen liegt in der "Engelskurve" dass durch die Umnutzung für öffentliche und private Nutzer als Gesamtensemble erhaltene Areal der ehemaligen Wolllspinnerei "Ermen&Engels".
Seit 1985 beherbergen die historischen Mauern das Rathaus Engelskirchen, die Außenstelle des Rheinischen Industriemuseums Engelskirchen, Feuerwehr, Einrichtungen des Caritasverbandes, Arztpraxen, Gaststätten, Wohnungen u.w.m. In der ehemaligen Fabrikantenvilla "Braunswerth" ist heute der Verwaltungssitz des Bergischen-Abfallwirtschaftsverbandes  Engels-platz3untergebracht.
Das heutige Areal der ehemaligen Firma Ermen & Engels strömt in seiner Gesamtheit auf den Besucher einen besonderen eigenwilligen Charme aus und reizt zum "Erkunden" des Geländes. Auch die erhaltene Parkanlage um die ehemalige Fabrikantenvilla mit ihrem alten Baumbestand und der  Foto 20rathausLindenanllee entlang der Agger laden zu einem Rundgang im Gelände ein. Hier gibt es immer wieder überraschende Blickwinkel oder Fotomotive zu entdecken.

 

 

Haldy-Turm in Ründeroth

Er gilt als Wahrzeichen Ründeroths und hat schon mehreren Generationen einen unvergleichlichen Blick über das weite Aggertal geboten. Mit seinen Zinnen und Haldy-turmBögen sieht er aus wie ein alter Burgturm.

Der Haldyturm oberhalb von Ründeroth wurde 1903 aus Mitteln einer Sammlung der Bürgerschaft zu Ehren des verdienten Landrates Haldy (1885 bis 1899 Landrat des damaligen Kreises Gummersbach) errichtet, der auf Haus Ley seinen Wohnsitz hatte. Haldy galt als moderner und aufgeschlossener Mensch, der schon früh das Oberbergische mit Talsperren und Eisenbahnen erschließen wollte. Seinem Engagement verdankte der Ort Ründeroth bereits im Jahr 1886 einen Eisenbahnanschluss und einen Bahnhof.

Aus Dankbarkeit für seine Arbeit widmeten die Ründerother dem Landrat ihren in Eigenleistung auf einem Berg zwischen Stiefelhagen und der Walbach aus Bruchsteinen erbauten Aussichtsturm. 18 Meter ist der Turm hoch, über 92 Stufen gelangt man auf die Aussichtsplattform und wird mit einem tollen Blick belohnt.

 

 

Oelchenshammer

Oelchens1Als Bestandteil der Außenstelle des Rheinischen Industriemuseums in Engelskirchen, ist der Oelchenshammer ein letztes Beispiel des einst in dieser Region blühenden Hammergewerbes.
Hier im Oberbergischen war ein Schwerpunkt der frühindustriellen Eisenverarbeitung, denn Erzvorkommen, Wälder als Holzkohlelieferanten und die vielen Wasserläufe boten beste Voraussetzungen.
 Oelchens5 Als später das Ruhrgebiet, bedingt durch Kohlebergbau und bessere Verkehrsanbindung, die führende Rolle in der Eisenverarbeitung übernahm, wurden die meisten Hämmer in dieser Gegend Anfang des 19. Jahrhunderts aufgegeben. Nicht so der Oelchenshammer, denn der von der Firma Dörrenberg produzierte Spezialstahl fand bis Ende der 1940er Jahre seine Abnehmer. 

 Die gut 200 Jahre alte Anlage konnte als funktionierendes Industriedenkmal erhalten werden. Von den ursprünglich vier Hämmern sind heute nur noch zwei vorhanden und werden für Vorführungen betrieben.

Schloß Ehreshoven

 EhreshovenUrkundlich erstmals 1355 erwähnt war das barocke Wasserschloß lange Zeit Sitz der Grafen von Nesselrode.
1920 kam das Schloß dann in den Besitz des Rheinischen Ritteradels und beherbergt unter anderem das Adelsdamenstift.
Leider ist das imposante Schloß nicht der Öffentlichkeit zugänglich, dennoch aber hat man durch das Tor einen prächtigen Blick auf das Haupthaus und die gesamte Anlage.
Park und Schloßanlage sind auch von den umlaufenden Wegen aus gut zu überschauen. 
Die dreiflügelige Barockanlage (16./17. Jh.) ist heute noch mit Wassergräben umgeben. Der hervorgehobene Mittelbau ist durch eine Freitreppe mit einem wappengekrönten Portal geschmückt. Die Glasfenster im Haupthaus stammen aus dem Jahre 1595.

Stauwehr Ehreshoven

 Karte-wasserAusgehend von der Aggertalsperre in Lantenbach befinden sich entlang der Agger eine Vielzahl von Staustufen die alle dem Hochwasserschutz dienen. Neben der Aggertalsperre sind sechs weitere Staustufen mit Wasserkraftwerks-Turbinen zur Stromerzeugung ausgerüstet. All diese Staustufen mit ihren Wasserkraftwerksanlagen werden zentral von der Schaltwarte im Stauwehr Ehreshoven aus Engelskirchen ferngesteuert. Bei Hochwasser wird hier die Agger um die Kraftwerksanlage herumgeleitet. Die Turbinentechnik aus den 30er Jahren ist heute noch sehr zuverlässig im Einsatz.
Im Gemeindegebiet von Engelskirchen liegen an der Agger insgesamt noch 5 weitere Aggerstaubecken. Hier dient dass Stauwehr in Grünscheid/Ohl sowie auch das Stauwehr in Wiehlmünden noch der Stromerzeugung.
Auf den ausgezeichneten Wanderwegen in der Gemeinde folgen Sie im Bereich aller Stauwehre jeweils auf den „Aggerpromenaden“ auch direkt dem Lauf des Flusses.

Aggertalhöhle

Unbenannt

Die Gemeinde Engelskirchen besitzt mit der Aggertalhöhle ein Naturdenkmal von besonderer Eigenart. Die Aggertalhöhle nimmt unter den Höhlen Deutschlands eine Sonderstellung ein. Im Gegensatz zu reinen Tropfsteinhöhlen bietet sich dem Besucher eine vielgestaltige unterirdische Karstlandschaft, deren geologische Schichtungen und Formen vor 350 Millionen Jahren entstanden sind. Versteinert liegen vor unseren Augen in den langgestreckten Korallenbänken Abertausende von Meerestieren der Vorzeit.

Unter fachkundiger Führung wird der Besuch dieser Höhle zu einem Erlebnis unvergleichlicher Art. Die Höhle gehört zum erdgeschichtlichen unteren Mitteldevon (300 - 350 Mill. Jahre).

Die Höhle ist geöffnet vom 15. März bis 01. November. Bei Gesellschaften ist eine Anmeldung zweckmäßig. Führungen von Donnerstag bis Sonntag und an gesetzlichen Feiertagen von 10.00 - 17.00 Uhr. Außerdem Sonderführungen mit musikalischem Ausklang jeweils sonntags 14.00 Uhr, 15.15 Uhr und 16.30 Uhr. Sonderführungen zur Kindergeburtstagsfeier nach vorheriger Absprache mit den Eltern können durchgeführt werden. Die Kinder werden von der Höhlenführerin begleitet, die ihnen die Geheimnisse der "Unterwelt" einmal in einer besonderen Weise zeigt. Höhepunkt ist das Finden eines Schatzes in der Höhle.

Die VIP-Führungen beinhalten ein offenes Führungskonzept, das sich vor allem an Firmen, Behörden und Vereine wendet. In Absprache mit der Höhlenführerin können Sie einen speziell für Ihre Wünsche zugeschnittenen Führungsvortrag vereinbaren, der dann bestimmte Themen, die mit der Höhle und ihrem Umfeld zusammenhängen, besonders vertieft.

Diese Führung kann weiterhin mit einem musikalischen Ausklang abgeschlossen werden. Ferner besteht gegen Aufpreis die Möglichkeit, eine Probe des berühmten "Sickerwassers" zu erhalten.

Eintrittspreise:
Erwachsene 4,00 EUR
Kinder, Schüler, Studenten 3,00 EUR
Schülergruppen pro Person 2,00 EUR
Reisegruppen ab 10 Personen pro Person 3,50 EUR

Kontakte und Telefonnummern:

Informationen (keine Terminvereinbarungen):

Bürgerbüro der Gemeinde Engelskirchen
Engels-Platz 4
51766 Engelskirchen
Telefon: 02263 / 83-401 bis 83-406

Öffnungszeiten des Bürgerbüros:
montags - donnerstags 8.00 - 18.00 Uhr
freitags 8.00 - 12.30 Uhr
samstags 10.00 - 12.30 Uhr


Terminvereinbarungen für die Aggertalhöhle:
Telefon 02263 / 70702 (Anrufbeantworter an geschlossenen Tagen bzw. während der Führungen) 

Bergisches Freilichtmuseum Lindlar

Hier finden Sie alles, um Ihren Besuch im Bergischen Freilichtmuseum zu planen,
sich aktuell zu informieren oder einen Blick in die "verborgenen" Arbeiten des Museums zu wagen.Lageplan1lindlar













 

Schloss Homburg

 SchlossVerkehrstechnisch gute Anbindung und doch idyllisch gelegen, direkt vor der Haustür und trotzdem mitten auf dem Lande – Schloss Homburg ist seit Jahrzehnten ein lohnendes Ausflugsziel im Bergischen Land.
Unterhalb des Heilklimatischen Kurortes Nümbrecht gelegen, bieten die umliegenden Wälder Wanderstrecken und natürlich Rastplätze für jeden Geschmack – z. B. die „Dicken Steine".
Wer sich die ganze Sache mehr von oben ansehen möchte, steigt nach einem Museumsrundgang einfach auf den Turm des Schlosses und genießt die Aussicht in alle vier Himmelsrichtungen.







 

Eisenbahnmuseum Dieringhausen

Eisenbahnmuseum

 

 

 

 

 





Auf dem Gelände des ehemaligen DB-Bahnbetriebswerks Dieringhausen entstand das heutige „Museum der Eisenbahnverkehrsgeschichte“. Besucher der 11.000 Quadratmeter großen Fläche können einen historischen Lokschuppen mit zwölf Ständen aus dem Jahr 1905 mitsamt dazugehöriger Drehscheibe bewundern. Es sind noch sämtliche Anlagen zu sehen, die zu einem echten Dampf-Bahnbetriebswerk gehören: Wasserkräne, Bekohlungsanlagen, Werkstätten usw.
Wer möchte, kann sich beim mehrtägigen Kurs in die Geheimnisse der Dampflokomotive einführen lassen und nach einer Prüfungsfahrt zwischen Dieringhausen und Wiehl das Ehrenlokführerdiplom erwerben. Weitere Informationen sind erhältlich unter www.eisenbahnmuseum-dieringhausen.de.

Anfahrt:
Mit der RB 25 ab Köln bis zum Bahnhof Dieringhausen. Von dort fünf Minuten Fußweg bis zum Museum.

Werksmuseum

Museum OuterUnser Werksmuseum "Achse, Rad und Wagen".
Seit 1952 unterhält die BPW Bergische Achsen Kommanditgesellschaft in Wiehl ein Werksmuseum. Neben der eigenen Firmengeschichte zeigt das Museum auf über 1.000 m2 Ausstellungsfläche die rund 5.500-jährige Entwicklungs- und Fertigungsgeschichte des Wagens. Mehrmals im Jahr organisiert das Museum Handwerksvorführungen eines Schmiedes und eines Stellmeisters. Ein Rundgang durch die Geschichte des Wagens:

  • Archäologische Zeugnisse des 5.500 Jahre alten Fahrzeugbaus
  • 2.000 - 4.000 Jahre alte Keramik- und Bronzemodelle von Plan-, Streit- und Kultwagen
  • Sammlung antiker sowie neuzeitlicher Münzen und Medaillen mit Wagendarstellungen
  • Druckgraphik zur Geschichte des Wagens und des Kutschenbaus aus dem 16.-20. Jahrhundert
  • Kinderkutschen, Modellwagen, Kutschen und Ackerwagen des 17.-20. Jahrhunderts über 500 Werkzeuge und Maschinen des Stellmachers, Schmiedes und Sattlers BPW Achsen im Wandel des Jahrhunderts 
     

    Eine Achse für Potsdam. Sehen Sie die Neuentstehung einer ganz besonderen Kutsche
     

Museum "Achse, Rad und Wagen"
BPW Bergische Achsen
Kommanditgesellschaft
Ohlerhammer
51674 Wiehl
Telefon +49 2262 78-1280

Öffnungszeiten:
zurzeit ist das Werksmuseum auf unbestimmte Zeit geschlossen
Weitere Informationen erhalten Sie unter +49 2262 78-1280