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Kreissparkasse Köln

Umgestaltung des ehemaligen Freibadgeländes Ründeroth

Freibadgel _nde Seit der endgültigen Schließung des Ründerother Freibades im Jahre 2001 hat es immer wieder Überlegungen für eine neue Nutzung und Gestaltung des Bereichs gegeben. Leider ist es dabei nicht gelungen, ein schlüssiges Gesamtkonzept zu entwickeln, Partner zu gewinnen und entsprechende Finanzmittel bereitzustellen.

Nach intensiven Bemühungen in den letzten zwei Jahren ist nun ein Konzept entstanden, das erstmals eine realistische Chance für eine komplette Neugestaltung und Neunutzung des alten Freibadgeländes und des ehemaligen Eingangsgebäudes bietet. Dadurch wäre auch ein bedeutender Schritt in der Ortsgestaltung, in der Gemeindeentwicklung sowie in der Kinder- und Jugendarbeit erreichbar.
 

A) Renaturierung des Beckenbereichs

Nach genauer Erfassung des Geländeniveaus steht fest, dass ein großer Teil des Schwimmbadbeckens inklusive der Aufbauten und der Umrandung abgebrochen werden muss, um an dieser Stelle Gestaltungsmöglichkeiten für die Agger zu erreichen. Dabei soll einerseits die Renaturierung, also die Entwicklung eines naturnahen Gewässerabschnittes im Vordergrund stehen, andererseits die Möglichkeit eröffnet werden, die Agger als sommerlichen Wasserspaß zu erleben. Dazu wird in der Nähe des Eingangsgebäudes in einer Ausbuchtung ein kleiner ‚Aggerstrand’ geschaffen, der dazu einlädt, sich an und im Wasser zu vergnügen oder die Natur dieses Lebensraumes dort näher kennenzulernen.
In einer weiteren, oberhalb gelegenen Ausbuchtung soll die naturnahe Entwicklung im Vordergrund stehen. Dort wird die Agger entsprechende naturnahe Lebensräume wie Verlandungszonen, Uferröhrichte, Auengehölze und sich verlagernde Gewässerzonen im Anschluss an deren Initiierung nach und nach selbst schaffen.

Mit der Bezirksregierung, dem Oberbergischen Kreis und dem Aggerverband sind die Projektmaßnahmen abgestimmt worden. Dabei standen gewässerbauliche, ökologische und hochwasserbezogene Gesichtspunkte im Vordergrund.

Um eine Planfeststellung mit umfangreichen rechtlichen Erfordernissen zu vermeiden, sollen sich die Maßnahmen im Bereich der Gewässerunterhaltung durch den Aggerverband bewegen. Daher wird der Aggerverband auch für die abschließenden Gestaltungsarbeiten verantwortlich zeichnen. Der Beckenabriss und die vorbereitenden Erdbewegungen sollen hingegen vom Stift Ehreshoven im Rahmen des Ökokontos der Gemeinde Engelskirchen sowie Ersatzgeldern aus Ausgleichsverpflichtungen geleistet werden. Zudem kommt eine Unterstützung aus der Stiftung ‚Natur und Umwelt’ der Kreissparkasse Köln in Betracht.
 

B) Umgestaltung des ehemaligen Freibadgeländes und Freibadgebäudes

1.) Kindergarten

Im Außenbereich im hinteren Geländeteil, auf einem Grundstücksteil der Firma Dörrenberg, ist im Rahmen der Kindergartenentwicklungsplanung des Kreisjugendamtes vorgesehen, eine „Natur-Kindergartengruppe“ zu errichten. Diese Gruppe wird das gesamte Jahr über täglich im Gelände sein, um dieses zu gestalten, dort zu spielen, zu säen, zu ernten und zu pflegen. Die AWO-Kita, Brückenstraße, wird diese Kindergartengruppe mit 18 Kindern (davon 4 Kinder unter 3 Jahren) betreiben. Zur Absicherung dieses Bereiches werden ein Zaun zur Agger und zum Firmengelände errichtet und Plätze, z. B. zum kreativen Bauen, als Gartenbereich, zum freien kreativen Spielen sowie zum Erfahren von Natur geschaffen.
Für sehr schlechte Witterung werden im ehemaligen Freibadgebäude ein Gruppenraum, ein kleines Büro mit Teeküche sowie ein Nebenraum mit Schlafmöglichkeiten, ein Lagerraum sowie sanitäre Bereiche neu gestaltet. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass in der Kindergartengruppe auch drei bis vier sogenannte Betriebskindergartenplätze für die Firma Dörrenberg zur Verfügung stehen sollen.
Zur Errichtung der Natur-Kindergartengruppe sind vom Jugendhilfeträger bereits konkret Landesmittel aus dem Sonderprogramm „U3-Ausbau“ veranschlagt. Die Finanzmittel müssen in 2012 in vollem Umfang verausgabet werden. Eine Inbetriebnahme der Kita-Gruppe ist dem entsprechend zum 01.01.2013 vorgesehen.

2.) Außengelände

Zusätzlich zu der unter Punkt A) bereits erläuterten Renaturierung/Umgestaltung des Aggerlaufes ist vorgesehen, das Freibadgelände einer Nutzung für Jung und Alt im Sinne eines kleinen „Generationenparks“ zuzuführen. Denkbar ist z. B. ein Beachvolleyballfeld, eine Boulebahn, eine Grillfläche etc.. In diesen Gestaltungsprozess gilt es, die Ideen der Jugendlichen und auch der Ründerother Bevölkerung/Vereine mit einzubeziehen.

Hierzu wurde unter Federführung des Kreisjugendamtes das Projekt „Ideenwerkstatt“ initiiert, bei dem konkrete Vorschläge zur baulichen und inhaltlichen Gestaltung der Angebote rund um das Freibadgelände von Jugendlichen erarbeitet werden. In einem ersten gemeinsamen mehrtägigen Workshop unter Beteiligung eines Architekturbüros, des Jugendamtes sowie Lehrerinnen und Lehrern der Haupt- und Realschule, der Verwaltung und jeweils acht Schülern/innen der beiden Schulen wurden im November erste Vorschläge, zunächst beschränkt auf die Gestaltung des Geländes, entwickelt. Die „Ideenwerkstatt“ wird sich auch in den kommenden Wochen noch weiter mit dem Thema befassen. Es sollen noch weitere Jugendliche und Gruppen in die Ideensammlung einbezogen werden. Die konkreten Ergebnisse sollen dann im Frühjahr 2012 offen gelegt werden und in den weiteren Gestaltungsprozess einfließen.


3.) Gebäude

Das ehemalige Freibadgebäude ist wichtiger Bestandteil bei den Überlegungen für eine neue Gestaltung des gesamten ehemaligen Freibadgeländes. Zusätzlich zu der bereits oben angesprochenen Kindergartennutzung sollen im restlichen Gebäudetrakt Nutzungsgelegenheiten unter Berücksichtigung des Aspektes Jung und Alt im Sinne des Gemeinwesens geschaffen werden. Gedacht ist hierbei an

  • einen kleinen Betreuungsraum
  • einen Raum für Gemeinschaftsveranstaltungen als Begegnungsstätte
  • einen Raum zur Nutzung als Jugendtreff
     

Folienvortrag: Umgestaltung des Freibadgeländes Ründeroth