Auf gutem Weg: Gemeinschaftsschule in Engelskirchen
Eines vorweg: Es läuft alles nach Plan – und das ohne Zeitdruck!Die Verwaltung hat zu Beginn des Frühjahrs in allen Grundschulen der Gemeinde ausführliche Informationsveranstaltungen zu dem Thema Gemeinschaftsschule durchgeführt.
Diese Veranstaltungen richteten sich an die Eltern der jetzigen Zweit- und Drittklässler. Unmittelbar danach erfolgte eine spezielle Befragung dieser Eltern. Diese Befragung ist vorgeschrieben und für den Schulträger auch sehr wichtig. Denn ohne Kenntnis des Elternwillens wird es nicht möglich sein, eine Gemeinschaftsschule in Engelskirchen errichten zu können.
Das Ergebnis der Elternbefragung zeigt eindeutig, dass die Gemeinde bei ihren Überlegungen, eine Gemeinschaftsschule im Schuljahr 2012/13 einzurichten, auf dem richtigen Weg ist:
Von den 375 befragten Eltern haben sich 327 an der Befragung beteiligt.
Auf die Frage, „falls es in Engelskirchen vom Schuljahr 2012/2013 an eine Gemeinschaftsschule gäbe – würden sie Ihr Kind dort anmelden?“
antworteten:
70 Eltern (21,4 %) mit „ganz bestimmt“, 140 Eltern (42,8 %) mit „eher ja“, 78 Eltern (23,9 %) mit „eher nein“, 33 Eltern (10,1 %) mit „bestimmt nicht“, 6 Eltern machten keine Angaben.
Demnach bekunden mit 210 Ankreuzungen 2/3 der Eltern (64 %) in der Gemeinde ihr Interesse an der Gemeinschaftsschule. 21 % der Eltern würden ganz bestimmt ihr Kind dort anmelden und von 43 % der Eltern wird dies in Aussicht gestellt. Damit ist die Einschätzung, dass eine Gemeinschaftschule in Engelskirchen auf eine gesicherte Akzeptanz aufbauen kann, voll bestätigt. Ein doch sehr deutliches Votum!
Unmittelbar nach Kenntnis dieses Ergebnisses wurde eine Arbeitsgruppe einberufen, die sich mit der pädagogischen Konzeption der Gemeinschaftsschule in Engelskirchen befasst. In dieser Arbeitsgruppe arbeiten Vertreter der Schulleitungen der Schulen der Gemeinde, aber auch die Schulleitung der Gesamtschule Reichshof/Eckenhagen, Elternvertreter sowie Vertreter Ratsfraktionen mit. Ergänzt wird diese Gruppe von einem externen Fachbüro, das bereits Erfahrungen im Hinblick auf die pädagogische Konzepterstellung für Gemeinschaftsschulen hat.
Nach nunmehr einigen Beratungsgesprächen mit der Bezirksregierung Köln wurde sich dahingehend verständigt, das schulpädagogische Konzept für die Gemeinschaftsschule in Engelskirchen nicht, wie zunächst angekündigt, vor den Sommerferien, sondern erst im Herbst dieses Jahres der Bezirksregierung zur Genehmigung vorzulegen. Angesichts der derzeitigen Bemühungen, landespolitisch einheitlich vorzugehen, erscheint die von der Verwaltung erreichte Streckung des Zeitplanes auch sinnvoll.
Das bisher eingeleitete Verfahren zur Errichtung einer Gemeinschaftsschule zu stoppen, wäre jedoch der eindeutig falsche Schritt und würde dem doch sehr eindeutigen Elternwillen nicht gerecht. Dies wird auch von der Genehmigungsbehörde (Bezirksregierung Köln) so gesehen. Auch die Arbeitsgruppe begrüßt die Streckung des Zeitplanes, da somit noch ausreichend Zeit für die weitere Detailarbeit an dem pädagogischen Konzept für die Gemeinschaftsschule in Engelskirchen verbleibt.
In der nächsten öffentlichen Sitzung des Jugend- und Schulausschusses am 05.07.2011 wird das Eckpunktepapier für das pädagogische Konzept der Gemeinschaftsschule vorgestellt und beraten. Sobald das vollständige pädagogische Konzept vorliegt, ist vorgesehen, dieses den betroffenen Eltern in einer Informationsveranstaltung vorzustellen. Der Rat der Gemeinde Engelskirchen soll dann im Oktober 2011 über dieses Konzept abschließend beraten und entscheiden.
Also alles andere als Zeitdruck in dieser Angelegenheit.
Wenn Sie Fragen zu dem Thema Gemeinschaftsschule haben, wenden Sie sich bitte an den Fachbereich Bürgerservice, den Sie telefonisch über die Rufnummern 02263/83138 oder 02263/83121 erreichen können. Sie können sich auch über das Thema unter www.engelskirchen.de „Aktuelles“ informieren.


