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Es wächst zusammen, was zusammen gehört. Polenaustausch des Aggertal Gymnasiums mit dem Gymnasium Mogilno

Abschied Mogilno 24 Schüler und Schülerinnen unserer Partnerschule aus Mogilno (Polen) waren eine Woche lang zu Gast am Aggertal Gymnasium Engelskirchen. Gemeinsam tauchten wir zu Beginn mit einem Besuch des Neandertal Museums tief in die gemeinsame Menschheitsgeschichte ein.

Wie fast in jedem Jahr standen auch diesmal die Führungen durch Bonn und Köln auf dem Programm. Für die polnischen Gäste ist ein Besuch am Grab der ersten polnischen Königin (Richeza), die im Kölner Dom begraben liegt, ein wesentlicher Bestandteil ihres Besuches in Deutschland. Richeza entstammte der Tomburg (Meckenheim) und wurde im 10. Jahrhundert mit dem ersten polnischen König verheiratet. Daher bestehen seit über 1000 Jahren Beziehungen des Rheinlandes mit Polen.
Ein Tag war reserviert für eine Fahrt nach Schloss Bürresheim (Kreis Mayen). Schloss Bürresheim ist neben der Marksburg am Rhein und der Burg Eltz die einzige mittelalterliche Burg Deutschlands, die zerstört wurde. Älteste Teile des Mobiliars stammen daher noch aus dem 14. Jahrhundert. Die Osteifel ist aber auch bekannt als junges Vulkanland, was wir unseren Gästen am Beispiel des Laacher Sees nahe bringen konnten. Natürlich durfte auch neben der Kultur der Spaß nicht zu kurz kommen. Ausgelassen wurde auf einer gemeinsamen Disco miteinander gescherzt und getanzt.
Wir bedanken uns bei den polnischen Kolleginnen für ihre Unterstützung. Besonderer Dank gilt den deutschen Gasteltern, die jeden Tag aufs Neue sich helfend einbrachten. So wurde der Samstag (Orientierungslauf der deutschen und der polnischen SchülerInnen durch Engelskirchen) mit anschließendem Grillen mit den Eltern zu einem wunderschönen Erlebnis. Wie gut, dass das schöne Wetter dabei mithalf, die Stimmung auf ein Maximum zu steigern.
Für die finanzielle Unterstützung bedanken wir uns besonders bei den deutschen Gasteltern, beim Förderverein des Aggertal Gymnasiums, bei der Deutsch-Polnischen Gesellschaft und vor allem beim Deutsch-Polnischen Jugendwerk, das neben den Eltern die finanzielle Hauptlast übernommen hat. Wir alle freuen uns nun wieder auf den Gegenbesuch im September in Mogilno. Wie gut sich dieser Schüleraustausch entwickelt hat, belegen die Zahlen. Waren bis dato nur meist 10 bis 15 SchülerInnen nach Polen gefahren, haben sich für Herbst 2011 fast 30 SchülerInnen angemeldet. Vorurteile gegenüber dem polnischen Gastland sind also inzwischen weitgehend verschwunden. Polen ist also keine „terra incognita“ mehr, sondern ein Land, das Lust am Entdecken bei unseren SchülerInnen hervorruft.